#16 Selbstzweifel
Shownotes
In dieser Folge geht es um Selbstzweifel: diese leise innere Stimme, die uns hinterfragen lässt, selbst dann, wenn eigentlich alles „gut läuft“.
Warum zweifeln gerade reflektierte und leistungsorientierte Menschen oft besonders stark an sich selbst?
Weshalb reichen Erfolge allein häufig nicht aus, um sich wirklich zufrieden oder „genug“ zu fühlen?
Und wie lernen wir, mit unserem inneren Kritiker gesünder umzugehen?
Wenn du weitere Unterstützung von mir oder Informationen über mich wünschst, schau gerne hier: https://tang-coaching.com/
Schön, dass du da bist!
Transkript anzeigen
00:00:01: Hi und herzlich willkommen bei Change Ahead.
00:00:10: Deinem Podcast für mentale Gesundheit, inneres Wachstum und Wandel mit kurzen und konkreten Denkimpulsen für die Woche – schön dass du da bist!
00:00:19: In der letzten Folge hatte ich ja über Ideale gesprochen also über unsere inneren Bilder davon wie die Welt, wie das Leben, wie wir sein sollten.
00:00:30: Und genau dort, wo Realität und unsere Ideale auseinandergehen, entsteht oft etwas sehr Unangenehmes.
00:00:38: Selbstzweifel Kennst du diese nagenden selbstkritischen Gedanken?
00:00:44: Diese latente Unzufriedenheit oder dieses fehlende Jubelgefühl nach einem Erfolg, nach einem erreichten Ziel oder sogar nach einem Sieg?
00:00:56: Ich kenne das gut!
00:00:57: Mir ging es nach dem Abschluss eines wichtigen Projekts so.
00:01:00: Alle Ziele erreicht, die Ergebnisse gut präsentiert und trotzdem keine Freude, kein Stolz, keine
00:01:08: Feierlaune.".
00:01:10: Die Schriftstellerin Julie C. beschreibt dieses Gefühl mit ihrem Projektekreislauf in ihrem Buch über Menschen wie ich finde sehr treffend – nämlich so!
00:01:19: Man beendet ein Projekt um gleich darauf das nächste anzufangen.
00:01:24: Für eine Weile glaubt man, das aktuelle Projekt sei das Wichtigste auf der Welt.
00:01:29: Man tut alles dafür um es rechtzeitig und so gut wie möglich zu beenden – nur um dann zu erleben, wie alle Bedeutung im Moment der Fertigstellung kollabiert.
00:01:39: Gleichzeitig beginnt das nächste noch wichtigere Projekt!
00:01:44: Es gibt kein Ankommen….
00:01:47: Dieses Nicht-Ankommen und gleich ins nächste Projekt stürzen ist sicherlich einer der Gründe für das ausbleibende Jubelgefühl.
00:01:54: Doch bei mir spielen auch meine inneren kritischen Stimmen und meine Selbstzweifel eine entscheidende Rolle, dass hätte ich besser machen können – da ist mehr ein Fehler unterlaufen!
00:02:05: Das war nicht gut genug.
00:02:07: Diese Stimmen treiben mich an und halten mich gleichzeitig klein.
00:02:10: Vielleicht kennst du das auch?
00:02:12: Selbstzweifel können uns davon abhalten, Chancen zu ergreifen unsere Meinung zu sagen oder überhaupt an uns selbst zu glauben und gleichzeitig zeigen sie oft auch dass wir reflektieren, wachsen wollen und Verantwortung übernehmen.
00:02:29: Selbstzweihe gehören zum Menschsein und verschwinden nicht automatisch sobald wir genug erreicht haben.
00:02:35: weil viele Menschen denken nämlich, wenn ich erst erfolgreicher bin besser aussehe mehr Geld habe oder kompetenter werde dann verschwinden diese Unsicherheiten.
00:02:47: Aber oft passiert das Gegenteil.
00:02:49: mit mehr Verantwortung kommen häufig auch größere Ängste denn Selbstzweifel entstehen selten durch fehlende Fähigkeiten.
00:02:57: sie entstehen viel häufiger durch unser inneres Selbstbild.
00:03:01: Und genau dieses Selbstbild wurde über Jahre geprägt durch Erfahrungen, Bewertungen, Lob oder Kritik.
00:03:09: Durch unsere Kindheit oder gesellschaftliche Erwartung.
00:03:14: Unser Gehirn ist darauf ausgelegt Gefahren zu erkennen und genau deshalb merkt sich unser Gehirr negative Erfahrungen stärker als positive.
00:03:22: Kritik bleibt oft länger hängen als Lob – ein peinlicher Moment wirkt größer als zehn gute!
00:03:29: Ein Fehler bekommt mehr Aufmerksamkeit als all das, was funktioniert.
00:03:34: Wenn wir zusätzlich hohe Ansprüche an uns selbst haben entsteht schnell ein gefährlicher Kreislauf.
00:03:41: Wir setzen uns unter Druck, wir vergleichen uns mit anderen, wir fokussieren unsere Schwächen.
00:03:47: unser Selbstwert sinkt.
00:03:49: dadurch werden die Selbstzweifel stärker und dass wiederum beeinflusst unser Verhalten.
00:03:55: Viele Menschen ziehen sich dann zurück.
00:03:58: andere versuchen, noch perfekter zu werden.
00:04:00: Wieder andere funktionieren einfach nur noch.
00:04:04: Doch all das löst die eigentliche Ursache nicht!
00:04:08: Wusstest du dass Selbstzweifel eng mit sozialem Vergleich zusammenhängen?
00:04:13: Studien zeigen, dass Menschen ihr Selbstwertgefühl häufig unbewusst daran koppeln wie sie sich im Vergleich zu anderen wahrnehmen.
00:04:21: besonders soziale Medien verstärken diesen Effekt.
00:04:25: Viele erfolgreiche Menschen unter dem sogenannten Imposter-Syndrom leiden, dabei glauben Betroffene trotz objektiver Erfolge eigentlich nicht kompetent genug zu sein und irgendwann entlarvt zu werden.
00:04:39: Das betrifft besonders leistungsorientierte und perfektionistische Menschen – dass nicht die lautesten oder selbstbewusstesten Menschen sondern oft die reflektierten empathischen und verantwortungsbewussten Menschen stark an sich zweifeln.
00:04:55: Das liegt daran, dass sie Dinge hinterfragen, Verantwortung ernst nehmen und sich entwickeln wollen.
00:05:01: Menschen mit wenig Selbstreflektion überschätzen sich dagegen häufiger.
00:05:05: Dass Perfektionismus häufig mit starken Selbstzweifeln verbunden ist?
00:05:10: Menschen mit perfektionistischen Mustern bewerten ihren eigenen Wert oft über Leistung – Fehler werden dadurch emotional übergroß!
00:05:20: Der gefährlichste Satz lautet oft Ich bin nicht gut genug Denn dieser Satz bewertet nicht unser Verhalten, er bewertete unsere Identität.
00:05:31: Und genau das ist der Unterschied!
00:05:33: Es ist ein Unterschied ob ich sage Ich habe einen Fehler gemacht oder?
00:05:38: Ich bin ein Fehler.
00:05:40: Viele Menschen sprechen innerlich mit sich selbst auf eine Weise wie sie niemals mit einem geliebten Menschen sprechen würden – härter abwertender unerbittlicher.
00:05:51: Doch unser innerer Dialog beeinflusst massiv, wie wir uns fühlen.
00:05:56: Wenn wir uns permanent kleinreden beginnt unser Gehirn irgendwann diese Gedanken als Realität abzuspeichern – das bedeutet selbst Zweifel sind nicht automatisch ein Zeichen von Schwäche aber sie werden problematisch wenn Sie uns dauerhaft leben!
00:06:12: Die entscheidende Frage ist also Wie gehe ich mit Ihnen um?
00:06:17: Wie kannst du also lernen, gesünder mit deinen Selbstzweifeln umzugehen?
00:06:22: Erstens Gedanken nicht automatisch glauben.
00:06:26: Nur weil wir etwas denken bedeutet das nicht dass es wahr ist!
00:06:30: Unser Gehirn produziert täglich tausende Gedanken.
00:06:34: viele davon sind verzehrt viele basieren auf alten Erfahrungen Viele entstehen aus Angst.
00:06:40: Stell dir gerne die Frage Ist das wirklich ein Fakt oder gerade nur meine Angst?
00:06:46: Zweitens den Fokus verändern.
00:06:49: Menschen mit starken Selbstzweifeln fokussieren häufig automatisch Defizite, doch Wachstum entsteht nicht nur durch Fehleranalyse – es entsteht auch durch das bewusste Wahrnehmen eigener Stärken.
00:07:02: Frage dich regelmäßig!
00:07:04: Was habe ich heute gut gemacht und was ist mir gelungen?
00:07:08: Worauf bin ich stolz?
00:07:11: Welche Herausforderungen habe ich bereits gemeistert?
00:07:15: Drittens Vergleiche reduzieren.
00:07:17: Wir vergleichen oft unser Innenleben mit dem Außenbild anderer, doch wir sehen selten die Ängste, Unsicherheiten oder Kämpfe anderer Menschen – gerade soziale Medien zeigen meistens Highlights keine Realität und wenn wir dauerhaft konsumieren was andere scheinbar perfekt machen verlieren wir leicht den Zugang zu uns selbst.
00:07:39: Viertens Selbstmitgefühl entwickeln.
00:07:43: Selbst mit Gefühl bedeutet nicht selbst Mitleid.
00:07:46: Es bedeutet, sich selbst auch dann mit Verständnis zu begegnen wenn etwas nicht perfekt läuft.
00:07:52: Nicht jede Schwäche muss sofort optimiert werden.
00:07:55: Nicht jeder Fehler macht uns weniger wertvoll.
00:07:58: Fünftens Handeln trotz Zweifel.
00:08:02: Selbstzweife verschwinden selten zuerst.
00:08:05: oft entsteht Selbstvertrauen erst durch Handlung Durch Erfahrungen kleine Schritte durch das Erleben, ich kann Dinge bewältigen obwohl ich Angst habe.
00:08:16: Mut bedeutet nicht keine Zweifel zu haben – mut bedeutet trotzdem weiterzugehen.
00:08:23: Vielleicht magst du heute einmal innehalten und dich fragen welche Stimme in meinem Kopf zweifelt ständig an mir?
00:08:30: Woher kenne ich diese Stimme?
00:08:33: Würde ich so auch mit einem Menschen sprechen den ich liebe?
00:08:37: Welche Erwartungen setze ich an mich selbst?
00:08:41: Und wer wäre ich ohne diesen permanenten inneren Druck?
00:08:45: Denn manchmal liegt die größte Veränderung nicht darin, noch besser zu werden sondern darin aufzuhören, permanent gegen sich selbst zu kämpfen.
00:08:56: Selbst Zweifel machen dich nicht schwach sie machen dich menschlich.
00:08:59: Die Frage ist nur Lässt du dich von ihnen kontrollieren oder lernst du trotzdem deinen Weg zu gehen?
00:09:06: denn Selbstvertrauen entsteht nicht dadurch dass wir niemals zweifeln.
00:09:11: Es entsteht dadurch, dass wir erkennen ich darf unsicher und gleichzeitig wertvoll kompetent und genug sein.
00:09:19: Wenn du merkst das du dir dabei mehr Unterstützung wünschst findest du auf meiner Webseite www.tang-coaching.com weitere Informationen und Möglichkeiten mit mir in Kontakt zu treten.
00:09:34: Ich freue mich auf den Feedback in den Kommentaren und wenn es dir gefallen hat, abonniere diesen Podcast, gib mir einen Daumen hoch und empfehle ihn gerne weiter.
00:09:44: Bis in zwei Wochen – deine Melanie!
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