#18 Grenzen setzen
Shownotes
Was wäre, wenn du öfter "Ja" zu dir und deinen Bedürfnissen und gleichzeitig öfter "Nein" zu anderen sagen würdest? In dieser Folge geht es um das Thema: Grenzen setzen.
Du erfährst, warum es vielen Menschen schwer fällt, Grenzen zu setzen, was Grenzen mit dem Selbstwert zu tun haben und was du tun kannst, um konsequent deine Linie zu ziehen und zu halten.
Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, alltagsnahen Beispielen und konkreten Übungen erhältst du Impulse, um freundlicher mit dir selbst umzugehen und deine Grenzen nicht übertreten zu lassen.
Wenn du weitere Unterstützung von mir oder Informationen über mich wünschst, schau gerne hier: https://tang-coaching.com/
Schön, dass du da bist!
Transkript anzeigen
00:00:00: Wie oft enttäuscht du dich selbst, um andere nicht zu enttäuschen?
00:00:05: Hi und herzlich willkommen bei Change Ahead.
00:00:08: Deinem Podcast für mentale Gesundheit in Ihres Wachstum und Wandel mit kurzen und konkreten Denkimpulsen für die Woche – schön dass Du da bist!
00:00:17: In der letzten Folge ging es um das Thema Selbstwert und ich finde, dass damit ganz viele weitere Themen verbunden sind wie zum Beispiel das Thema Grenzensetzen.
00:00:27: Grenzen markieren die Stelle, an der du aufhörst und andere beginnen.
00:00:32: Menschen mit gesundem Selbstwert kennen ihre Bedürfnisse besser, nehmen ihre Gefühle ernst können Enttäuschung anderer aushalten und müssen nicht ständig gefallen.
00:00:43: Umgekehrt stärkt jede gesetzte Grenze den Selbstwert weil du dir selbst signalisierst.
00:00:49: meine Bedürfen sind wichtig.
00:00:51: Deshalb bin ich der Meinung das Grenzensetzen oft auch eine Selbstwärtsfrage ist.
00:00:58: Vielleicht kennst du auch diese Situation, wenn dich jemand um etwas bittet und du sofort ja klar mach ich das, sagst – obwohl sich im selben Moment etwas in dir dagegen sträubt!
00:01:09: Der Mund sagt Ja, der Körper sagt aber etwas ganz anderes.
00:01:13: Grenzensätzen fällt vielen schwer.
00:01:15: Warum?
00:01:16: Weil Grenzensetzen oft fälschlicherweise mit Ablehnung gleichgesetzt wird.
00:01:21: Die häufigsten psychologischen Ursachen sind Die Angst vor Ablehnung.
00:01:26: Wir sind soziale Wesen, und somit ist der Wunsch dazu zu gehören und gemocht zu werden sehr tief in uns verankert.
00:01:32: Das Missverständnis lautet oft Wenn ich nein sage Liebst du mich nicht mehr.
00:01:37: Oder Schuldgefühle Viele übernehmen unbewusst Verantwortung für die Gefühle anderer.
00:01:43: das Missverständnis lautet hier wenn ich Nein sage Und Du enttäuscht bist Bin Ich Schuld daran oder mangelndes Selbstwertgefühl?
00:01:53: Das Missverständnis hier lautet oft, meine eigenen Bedürfnisse sind nicht so wichtig wie deine.
00:02:00: Oder die Prägung Wer in einem Umfeld aufgewachsen ist, indem das überschreiten von Grenzen normal war oder in dem Kooperation um jeden Preis verlangt wurde verlernt oft das Gespür für die eigenen Linien.
00:02:14: Das Missverständnis lautet hier vielleicht ich bin nur wertvoll wenn ich verfügbar hilfsbereit und freundlich bin Doch das ist ein Erdturm.
00:02:35: Oder heute schaffe ich das leider nicht, Oder ich verstehe deinen Wunsch und gleichzeitig brauche ich etwas anderes.
00:02:58: Irrtum Nummer drei Grenzen brauchen Rechtfertigung.
00:03:02: Viele Menschen erklären ihre Grenzen zu ausführlich, zum Beispiel eigentlich würde ich ja gerne aber ich habe noch dies und das und jenes und dann muss sich noch.
00:03:12: eine Grenze wird nicht richtiger weil sie gut begründet ist.
00:03:16: Nein!
00:03:17: Ist ein vollständiger Satz.
00:03:19: Wer das eigene Wertgefühl stark an die Reaktion anderer koppelt, hat es besonders schwer, Grenzen zu ziehen.
00:03:25: Weil jedes Nein sich wie ein Risiko für die Beziehung und den eigenen Wert anfühlt.
00:03:31: Wusstest du dass der Körper eine Grenzüberschreitung oft lange vor dem Kopf bemerkt?
00:03:37: Enge im Bauch oder in der Brust, Anspannung im Kiefer oder in den Schultern.
00:03:43: Ein Gefühl von zusammenziehen oder inneren Rückzug – flacher werdende Atmung!
00:03:49: Diese Signale überspringen wir oft weil wir trainiert sind schnell zu reagieren also schnell zu antworten.
00:03:55: Eine kleine Pause zum Beispiel ein bewusster tiefer Atemzug kann hier schon helfen vom Reflex ins Bewusstsein zu wechseln.
00:04:05: Übrigens Interessanterweise spüren viele Menschen zuallererst Ärger.
00:04:10: Wenn du Ärger in dir aufsteigen spürst, dann frage dich doch mal ob hier vielleicht gerade eine Grenze überschritten wurde?
00:04:18: Dass es verschiedene Ebenen von Grenzen gibt die körperliche oder physische Grenze also Nähe, Berührung persönlicher Raum zum Beispiel ich möchte nicht umarmt werden oder Ich brauche heute Ruhe und Schlaf.
00:04:35: Es gibt die emotionale Grenze, also wessen Gefühle man trägt und wissen nicht.
00:04:40: Zum Beispiel Ich jure dir gerne zu aber ich kann deine Probleme nicht für dich lösen oder?
00:04:46: Ich lasse mich nicht anschreien!
00:04:48: Es gibt eine materielle Grenze Also den Umgang mit dem eigenen Besitz zum Beispiel den Finanzen.
00:04:54: Zum beispiel Ich verleihe diese Sache nicht weil sie mir zu wertvoll ist.
00:04:59: Oder Lass uns die Rechnung bitte getrennt zahlen.
00:05:03: Es gibt die zeitliche oder energetische Grenze, also die Verfügbarkeit Arbeitszeiten oder wie viel Energie du in etwas steckst.
00:05:12: Zum Beispiel ich mache heute keine Überstunden Oder dieses Wochenende brauche ich Zeit für mich.
00:05:20: Und es gibt die mentale oder geistige Grenze Also den Schutz der eigenen Meinung Werte und Überzeugungen vor.
00:05:27: Abwertungen zum Beispiel wir haben unterschiedliche Meinungen und das ist okay oder ich muss mich nicht rechtfertigen, um ernst genommen zu werden.
00:05:37: Wie kannst du nun bewusster und klarer Grenzen setzen?
00:05:41: Erstens Wahrnehmen Was fühle Ich?
00:05:45: Bin ich verärgert überfordert unter Druck?
00:05:49: Gefühle sind wichtige Grenzmelder und hilfreiche Frühwarnsysteme.
00:05:54: Zweitens Verstehen Welches Bedürfnis steckt dahinter?
00:05:58: vielleicht Ruhe Respekt Unterstützung Sicherheit, Wertschätzung oder Selbstbestimmung und Übel zwischen Bedürfnis- und Schuldgefühl zu unterscheiden.
00:06:11: Drittens Kommunizieren Grenzen müssen nicht hart oder konfrontativ klingen.
00:06:16: klar kurz und freundlich reicht.
00:06:19: Verwende am besten ich Botschaften statt du nutzt mich aus.
00:06:24: hilft vielleicht ein.
00:06:25: Ich merke dass mir dafür gerade die Energie fehlt und ich Zeit für mich brauche.
00:06:30: Oder ich höre dich Und ich kann das gerade nicht übernehmen.
00:06:35: Klarheit statt Höflichkeitsfloskeln.
00:06:37: Ein vielleicht nächste Woche schiebt das Problem nur auf, ein klares Nein.
00:06:43: Das passt mir nicht.
00:06:44: Schafft Fakten und wenn es dir wichtig ist Nur grade Nicht Passt Dann hilft Vielleicht diese Formulierung Ich brauche heute Zeit für mich.
00:06:53: Lass uns das Bitte verschieben.
00:06:55: Wichtig Eine Grenze braucht keine lange Begründung.
00:06:59: Je mehr man erklärt, desto mehr öffnet man die Tür für Verhandlungen und schwächt damit oft die eigene Position.
00:07:09: Eine Grenze ist nur so stark wie die Konsequenz, die folgt wenn sie missachtet wird.
00:07:14: Wenn jemand eine Grenze ignoriert liegt es an dir Konsequent zu bleiben.
00:07:19: Zum Beispiel Übe erst in kleinen, weniger riskanten Situationen bevor du es in wichtigen Beziehungen anwendest.
00:07:35: Achtung!
00:07:36: Wenn du bisher sehr verfügbar warst kann es hierzu Widerstand kommen.
00:07:41: Andere Menschen müssen sich an dein neues Verhalten gewöhnen.
00:07:44: Typische Reaktionen können Schuldzuweisungen Enttäuschung Diskussionen Druck oder Vorwürfe sein.
00:07:51: Das bedeutet nicht dass eine Grenze falsch ist.
00:07:54: oft zeigt die Reaktion sogar das die Grenze notwendig.
00:07:58: Viele Menschen denken, wie kann ich Grenzen setzen ohne jemanden zu enttäuschen?
00:08:04: Die ehrliche Frage lautet bin ich bereit die Enttäuschung anderer auszuhalten um mich selbst nicht ständig zu entfäuschen.
00:08:12: Denn genau dort liegt oft die eigentliche Herausforderung Wo in deinem Leben merkst du gerade dass eine Grenze fällig wäre?
00:08:21: und was sagt deinen Körper dir dazu?
00:08:23: wenn du genau hinspürst Grenzen sind keine Mauern, die Menschen fernhalten.
00:08:29: Grenzen sind Türen, die entscheiden was hinein darf und was nicht.
00:08:34: Sie schaffen nicht des Tanz sondern ermöglichen gesunde Nähe.
00:08:39: Wenn du merkst dass du dir dabei mehr Unterstützung wünschst findest du auf meiner Webseite www.tang-coaching.com weitere Informationen und Möglichkeiten mit mir in Kontakt zu treten.
00:08:53: Ich freue mich auf den Feedback in den Kommentaren und wenn es dir gefallen hat, abonniere diesen Podcast, gib mir einen Daumen hoch und empfehle ihn gerne weiter.
00:09:04: Bis in zwei Wochen – deine Melanie!
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