#22 Selbstkontakt
Shownotes
Oft funktionieren wir im Autopiloten und vergessen uns selbst.
In dieser Folge von ChangeAhead erfährst du, warum Selbstkontakt eine wichtige Grundlage für Selbstregulation, mentale Gesundheit und Authentizität ist. Du lernst, wie du regelmäßig mit dir selbst einchecken und die Verbindung zu dir selbst aufbauen und pflegen kannst.
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Schön, dass du da bist!
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00:00:00: Geht es dir manchmal auch so?
00:00:17: Es gibt Tage, an denen funktioniere ich wie im Autopiloten und erledige in beruflichen wie im privaten die anstehenden und notwendigen Aufgaben reagierer auf Anforderungen von außen.
00:00:30: Abends bin ich dann so müde und erschöpft, dass er mich zu nichts mehr aufraffen kann.
00:00:36: Manchmal kommt dann die Frage wo ich an diesem Tag eigentlich vorkam oder wie es mir gerade geht.
00:00:42: Manchmal bin ich aber auch so fertig das sich nur noch vom Sofa ins Bett falle.
00:00:47: Dabei ist der sogenannte Selbstkontakt wichtig.
00:00:52: Warum?
00:00:53: Selbst Kontakt beschreibt die Fähigkeit, sich der eigenen Zustände im gegenwärtigen Moment bewusst zu sein sie ohne unmittelbare Bewertung wahrzunehmen und angemessen darauf einzugehen.
00:01:05: Bevor wir im Außen handeln oder entscheiden spüren wir erst einmal nach innen.
00:01:09: Verlieren wir den Selbstkontakt können folgende typische Symptome entstehen Entfremdungen – man spürt nicht mehr richtig was man eigentlich selbst möchte Grenzen überschreiten Bedürfnisse, zum Beispiel nach Ruhe werden ignoriert bis der Körperstopp sagt.
00:01:25: Und Reaktivität – man reagiert emotional gereizt.
00:01:29: Im Autopiloten kappe ich die Verbindung zwischen meinem Kopf und dem Rest des Körpers.
00:01:34: Vielleicht ist das in dem Moment notwendig damit ich funktioniere?
00:01:38: Und bestimmte Dinge erreiche.
00:01:40: Gesund ist es aber nicht!
00:01:42: Guter Selbstkontakt ist das Fundament für Selbstregulation, Selbstfürsorge und Authentizität.
00:01:49: Nur wenn man weiß, wo man gerade steht und was man braucht kann man klare Entscheidungen treffen und stimmige Grenzen setzen.
00:01:56: Stell dir zum Beispiel vor dass dein Chef dir eine kritische Rückmeldung gibt.
00:02:01: Ohne Selbstkontakt übernimmt sofort der Impuls.
00:02:05: in diesem Fall vielleicht das du defensiv wirst dich rechtfertigst oder komplett zurückziehst.
00:02:11: Dein Nervensystem schaltet auf Flucht oder Angriff.
00:02:16: Mit Selbstkontakt bemerkst du vielleicht den Stich im Bauch und spürst, wie dein Herz schneller schlägt.
00:02:22: Du nimmst in Gedanken – ich habe Angst!
00:02:24: Nicht gut genug zu sein war.
00:02:26: Und genau durch diesen winzigen Moment des Wahrnehmens entsteht ein Raum zwischen Reiz-und Reaktion.
00:02:32: Du reagierst nicht mehr automatisch sondern willst bewusst, wie du antworten möchtest.
00:02:38: Wusstest du das?
00:02:40: Selbst Kontakt kein abstrakter Begriff ist, sondern sich in der Praxis in drei miteinander verwobenen Ebenen beobachten und trainieren lässt.
00:02:48: Die erste Ebene ist die körperliche Ebene – somatic awareness.
00:02:52: Also wie fühlt sich dein Körper gerade an?
00:02:55: Gibt es Anspannungen im Nacken eine flache Atmung oder ein Unruhrgefühl im Bauch?
00:03:01: Der Körper reagiert meist deutlich schneller als der Verstand.
00:03:05: ihn wahrzunehmen Bildet das Fundament für echten Selbstkontakt.
00:03:10: Die zweite Ebene ist die emotionale Ebene, also Gefühle und Bedürfnisse.
00:03:15: Also welche Emotion ist aktuell präsent?
00:03:18: Zum Beispiel Überforderung oder Freude oder Frustration?
00:03:23: Welches unerfüllte oder erfüllte Bedürfeness verbirgt sich dahinter zum Beispiel Wunsch nach Klarheit Zugehörigkeit Ruhe oder Wertschätzung?
00:03:32: Die dritte Ebene ist die kognitive Ebene, also Gedanken- und Glaubenssätze.
00:03:37: Also welche inneren Monologe laufen gerade ab?
00:03:40: Begegne ich mir selbst mit Wohlwollen und Neugier oder mit Druck, Strenge und Bewertung – dass ein guter Selbstkontakt psychische Gesundheit, emotionale Stabilität, Resilienz, authentische Beziehungen Bessere Entscheidungen, weniger Stress und Burnout-Risiko sowie eine höhere Lebenszufriedenheit fördert?
00:04:04: Dass Selbstkontakt eine wichtige Voraussetzung für echten Kontakt mit anderen – also Fremdkontakten ist?
00:04:12: Wer sich selbst nicht spürt reagiert oft aus Anpassung-, Reflex oder alten Mustern statt aus echter Wahl.
00:04:19: Vielleicht helfen dir die folgenden Impulse zur Stärkung im Alltag!
00:04:23: Erstens der Check in Zum Beispiel in dreißig Sekunden.
00:04:27: Halte mehrmals am Tag inne, atme tief durch und stelle dir diese drei Fragen.
00:04:34: Erstens – was spüre ich gerade im Körper?
00:04:37: Zweitens – welches Gefühl ist da?
00:04:40: Drittens – Was brauche ich genau jetzt?
00:04:44: Vielleicht Einglaswasser oder ein tiefer Atemzug?
00:04:48: Übergänge in deinem Tag zum Beispiel den Laptop zuzuklappen oder wenn du ins Auto steigst können sich gut für diese Übungen eignen.
00:04:56: Und es kann auch helfen, dir dein Inneres wie das Wetter vorzustellen – sonnig, leicht bewölkt oder regnerisch, neblig und stürmisch.
00:05:06: Nimm es einfach nur wahr!
00:05:08: Denn wenn du es kennst, kannst du besser entscheiden ob du einen Regenschirm brauchst.
00:05:12: Zweitens Körperwahrnehmung Interozeption Bring deine Aufmerksamkeit ganz bewusst in deine Fußsohlen.
00:05:20: Spüre den Boden unter dir.
00:05:23: Das signalisiert deinem Nervensystem, ich bin hier.
00:05:28: Ich bin sicher!
00:05:30: Ich stehe fest und
00:05:32: stabil.".
00:05:34: Du kannst auch einen Bodyscan durchführen und mal bewusst deinen ganzen Körper von Kopf bis Fuß wahrnehmen.
00:05:41: Drittens – Reflexion der inneren Sprache Wie sprichst du mit dir wenn etwas nicht klappt?
00:05:48: Achte darauf wie du mit Dir sprichest wenn Dir ein Fehler unterläuft oder du dich müde fühlst.
00:05:54: Wenn du bisher zum Beispiel ein Ich muss mich jetzt zusammenreißen hörst, probiere doch mal eine Haltung neugieriger Erforschung aus.
00:06:02: spannend dass ich gerade so gereizt reagiere.
00:06:05: was möchte mir das zeigen?
00:06:07: Selbst Kontakt ist kein Ziel, dass man einmal erreicht und dann für immer abhaken kann.
00:06:12: Es ist eine Praxis und tägliche Entscheidung dir selbst nicht weg zu laufen sondern auch wenn es unbequem wird zu bleiben.
00:06:20: Du musst nicht erst funktionieren, um dir selbst Aufmerksamkeit zu schenken.
00:06:24: Du darfst dich genau jetzt so spüren wie du gerade bist!
00:06:29: Wenn du merkst dass du dir dabei mehr Unterstützung wünschst findest du auf meiner Webseite www.tang-coaching.com weitere Informationen und Möglichkeiten mit mir in Kontakt zu treten.
00:06:43: Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren Und wenn es dir gefallen hat Abonniere diesen Podcast, gebt mir einen Daumen hoch und empfehle ihn gerne weiter.
00:06:53: Bis in zwei Wochen
00:06:54: –
00:06:55: deine Melanie!
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