#24 Vergleiche
Shownotes
Vergleiche begleiten uns täglich. Oft merken wir das bewusst gar nicht.
In dieser Folge von ChangeAhead erfährst du, warum unser Gehirn sich ständig mit anderen vergleicht, weshalb das völlig normal ist und wie du aus belastenden Vergleichen eine Quelle für persönliches Wachstum machen kannst.
Wenn du weitere Unterstützung von mir oder Informationen über mich wünschst, schau gerne hier: https://tang-coaching.com/
Schön, dass du da bist!
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:07: Hi und herzlich willkommen bei Change Ahead.
00:00:09: Deinem Podcast für mentale Gesundheit, inneres Wachstum und Wandel mit kurzen und konkreten Denkimpulsen für die Woche – schön dass du da bist!
00:00:19: Wenn ich an Bewertungen denke bin ich auch schnell beim Vergleichen denn aus einer Beobachtung kann eine Bewertung und aus einer Bewertung ein Vergleich oder eine Abwertung werden.
00:00:29: Vergleichen gehört zu unserem Alltag und passiert fast völlig automatisch.
00:00:33: Wir vergleichen unser Aussehen, unseren Beruf, unsere Einkommen, unsere Beziehung, unsere Kinder, unseren Urlaub, unser Heim oder sogar unsere Freizeit.
00:00:42: Warum?
00:00:43: Vergleichen und bewerten liegen nahe beieinander.
00:00:46: Sie helfen unserem Gehirn die Welt zu ordnen Entscheidungen zu treffen und Orientierung zu finden.
00:00:52: Allerdings fällt es unserem Gehirn schwer, Dinge isoliert zu bewerten.
00:00:56: Weil es Referenzpunkte – also ein konkretes Merkmal oder einen Kriterium braucht auf dessen Basis verglichen wird.
00:01:03: So wirkt zum Beispiel das gleiche Produkt für fünfzig Euro teurer wenn daneben eines für zwanzig Euro und günstiger wenn es neben einem für zweihundert Euro steht.
00:01:14: Das nennt man Kontrasteffekt.
00:01:16: Aus Sicht der Psychologie gibt es mehrere Gründe fürs Vergleichen.
00:01:20: Orientierung Wir möchten wissen, wo wir stehen.
00:01:23: Bin ich gut genug?
00:01:24: Bin ich erfolgreich?
00:01:25: Wie entwickel' ich mich?
00:01:26: Lernen Durch den Vergleich mit anderen entdecken mir neue Möglichkeiten und verbessern unsere Fähigkeiten.
00:01:33: Zugehörigkeit Wir wollen Teil einer Gruppe sein und soziale Normen verstehen.
00:01:38: Selbstwert Unser Gehirn versucht ständig einzuschätzen welchen Wert wir innerhalb einer Gemeinschaft haben.
00:01:44: Für unser Gehirn mag das Vergleichen effizienter sein, gleichzeitig ist es eine der häufigsten Quellen für Unzufriedenheit.
00:01:52: Theodor Roosevelt soll es so formuliert haben Comparison is the thief of joy.
00:01:58: Der Vergleich ist der Dieb der Freude.
00:02:01: Problematisch finde ich auch, dass wir oft unsere unordentliche Hinterbühne mit der zum Beispiel auf Social Media präsentierten schillernden glitzenden und aufpolierten Vorderbühnen anderer vergleichen.
00:02:13: Unser Gehirn vergleicht den besten Moment anderer mit unserem ganz normalen Alltag.
00:02:18: Dadurch kann ein Eindruck entstehen, das alle anderen erfolgreicher und glücklicher sind und alles in Griff haben.
00:02:23: Aber Achtung!
00:02:25: Dieser Eindruck ist verzehrt – weil wir nicht die Zweifel, die Ängste Die Rückschläge, die vielen kleinen Schritte dorthin sehen.
00:02:34: Sondern nur das Ergebnis – den Höhepunkt!
00:02:37: Kennst du das?
00:02:38: Wenn ich erst Punkt, Punkt, punkt dann bin ich glücklich?
00:02:41: Wenn nicht erst mehr verdiene?
00:02:43: Wenn mich erst abgenommen habe wenn ich erst diese Jobposition habe.
00:02:47: Doch sobald wir dieses Ziel erreicht haben beginnt oft schon der nächste Vergleich.
00:02:51: Es gibt immer jemanden, die oder der mehr hat mehr Erfolg, mehr Geld, mehr Freundinnen, mehr Reichweite und mehr Anerkennung.
00:02:59: Wenn unser Selbstwert vom Vergleich abhängt, wird es
00:03:02: bedenklich.".
00:03:04: Wusstest du
00:03:05: das Leon Festinger bereits in der Theorie des sozialen Vergleichs beschrieben hat, dass Menschen dazu neigen sich mit anderen zu vergleichen um den eigenen Wert- und Status einschätzen zu können wenn objektive Maßstäbe fehlen?
00:03:20: Dabei gibt es den Aufwärts- und Abwärzvergleich!
00:03:24: Beim Aufwärtsvergleich vergleicht man sich mit Personen, die in einem Bereich scheinbar weiter erfolgreicher oder besser sind.
00:03:32: Das Positive daran – es kann inspirieren, motivieren und Vorbild sein!
00:03:38: Also wenn diese Person das geschafft hat, kann ich das auch.
00:03:41: Negativ kann sein dass es tonight Minderwertigkeitsgefühlen oder Frustrationen führen kann.
00:03:48: Beim Abwärtsvergleich vergleicht man sich mit Personen, denen es schlechter geht oder die weniger erreicht haben.
00:03:54: Positiv daran – das stärkt das Selbstwertgefühl, die Zufriedenheit und die Dankbarkeit für die eigene Situation.
00:04:02: Negativ kann zu Überheblichkeit oder Stillstand führen.
00:04:06: Dass ein Vergleich ein faires Kriterium braucht?
00:04:10: Äpfel mit Birnen in Bezug auf ihren Geschmack zu vergleichen wird schwierig weil es keine eindeutige Bewertungsskala dafür gibt.
00:04:18: Ihr Vitamingehalt dagegen lässt sich wunderbar vergleichen.
00:04:22: Seid ihr also bewusst, wenn du deinen eigenen Weg mit dem jemand anderes vergleicht?
00:04:28: Vergleichst du meist unterschiedliche Startpunkte, Ressourcen und Prioritäten das dauerhaftes Vergleich negative Folgen haben kann.
00:04:37: es kann zu geringerem Selbstwertgefühl Unzufriedenheit Stress Perfektionismus Angst und Depression oder Burnout führen Vor allem dann, wenn der eigene Wert ausschließlich über Leistung oder äußeren Erfolg definiert wird.
00:04:53: Das Vergleichen sinnvoll sein kann, wenn du dich fragst – was kann ich von dieser Person lernen?
00:04:59: Welche Fähigkeiten möchte ich entwickeln?
00:05:02: Welchen nächsten Schritte kann ich übernehmen?
00:05:05: Dann wird aus Konkurrenzorientierung Entwicklung und Wachstum.
00:05:10: Vielleicht helfen wir folgende Strategien für ein gesünderes vergleichen Erstens Vergleiche dich häufiger mit deinem früheren Ich statt mit anderen.
00:05:20: Zweitens, nimm andere als Vorbild und Inspiration statt als Maßstab oder Konkurrenz.
00:05:26: Drittens, erinnere dich ganz bewusst an deine eigenen Fortschritte und Erfolge!
00:05:32: Viertens, frage dich ob du wirklich das ganze Bild einer anderen Person kennst?
00:05:38: Fünftens, übe dich in Dankbarkeit für alles was bereits da ist.
00:05:43: Achte mal in den nächsten Tagen darauf, ob du dich beim Vergleichen erwischst und frage dich, dient mir dieser Gedanke als Inspiration oder nimmt er mir nur die Freude?
00:05:53: Vergleichen ist menschlich.
00:05:55: Aber Du entscheidest worauf Du deinen Fokus legst!
00:05:59: Vielleicht magst Du Dich diese Woche mal fragen welche Eigenschaften Du an Personen mit denen Du DICH vergleichst bewunderst – und welchen ersten kleinen Schritt Du womöglich heute gehen kannst um diese Eigenschaft in Deinem eigenen Leben zu entwickeln.
00:06:13: So wird vergleichen zu einem Werkzeug für persönliches Wachstum und Weiterentwicklung.
00:06:18: Denn Entwicklung bedeutet, heute ein kleines Stück mehr du selbst zu sein als gestern!
00:06:24: Wenn du merkst dass du dir dabei mehr Unterstützung wünschst findest du auf meiner Webseite www.tang-coaching.com weitere Informationen und Möglichkeiten mit mir in Kontakt zu treten.
00:06:38: Ich freue
00:06:39: mich auf den Feedback in den Kommentaren und wenn es dir gefallen hat, abonniere diesen Podcast, gib mir einen Daumen hoch und empfehle ihn gerne weiter.
00:06:48: Bis in zwei Wochen – deine Melanie!
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